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01.07.2010

Artikel für die Zeitschrift „Kiss“ der Selbsthilfegruppe „Hilf Dir selbst“ für die Septemberausgabe 2010:

Mobbing im Allgemeinen und bei der Polizei im Besonderen
von Jürgen Lanuschny, Selbsthilfegruppe – Mobbing beider Polizei oder www.jueren-lanuschny.de

Leider trifft das Motto „hilf Dir selbst“ auf Mobbingopfer nur zu genau zu. Mobbingopfer, die je nach Phase der häufig schweren psychischen Belastung und den daraus resultierenden Krankheitsfolgen eigentlich gar nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen.

Doch was ist „Mobbing“ eigentlich und wann wird man gemobbt?
Dr. Heinz Leymann, ein Deuter Psychologe der in Schweden einen Lehrstuhl für Arbeitswissenschaften inne hatte, gilt wohl schlechthin mit seinen 45 Merkmalen als der „Mobbingpapst“.
Arbeits- und Verwaltungsgerichte legen die Definition des Bundesarbeitsgerichts zugrunde: „Mobbing ist das systematische Anfeinden, Schikanieren und Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte“.

Ich war 36 Jahre lang bei der Polizei in Karlsruhe, etwa 20 Jahre davon bei der Kripo im Bereich Bandenkriminalität, tätig.
Mein Hauptproblem war wohl, ich vertrat meine Meinung immer sehr deutlich, insbesondere Vorgesetzten gegenüber. Heute weiß ich, ich wurde eigentlich schon sehr lange gemobbt, nur dass ich es da noch nicht als Mobbing erkannte. Ich hielt die ständigen Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten für normal und sah darin auch den Grund, bei Beförderungen meist benachteiligt worden zu sein.
Wichtig für mich war, meinen Beruf optimal auszuführen und Arbeit und Erfolge konnten, so meinte ich damals, nicht ständig ignoriert werden. Privat ging Vieles in die Brüche, denn ich war ja nur selten oder eigentlich fast nie zuhause. Ich liebte und lebte diesen Job, mehr als alles Andere.
Ab der Neunziger begann bei der Polizei eine „Zweiklassengesellschaft“ im gehobenen Dienst, mit dem erleichterten Einstieg älterer erfahrener Beamter. Von da an waren wir „alten Simpel“ nicht mehr die kompetenten Anlaufstationen für die „Jungen“ sondern in vielen Bundesländern Konkurrenten in Sachen Beförderung.
Ich erkläre das hier, denn man muss das „System Polizei“ verstehen, um meine (wie auch viele andere bei der Polizei) „Mobbingvita“ begreifen zu können. Während die meisten sich in ihr Schicksal ergaben, setzte ich mich weiter zur Wehr. Ich hatte schon immer (auch im mittleren Dienst), wie man heute sagen würde, „Ermittlungsgruppen geleitet“ –ich sah mich eigentlich immer „nur“ als Hauptsachbearbeiter- und warum sollten meine Kompetenzen, im gehobenen Dienst angekommen, plötzlich weniger statt mehr werden?
Man zeigte es mir aber sehr drastisch. Ich wurde mehr und mehr mit Aufgaben betraut, die meinem bisherigen Aufgabenbereich -und ich will auch sagen Fähigkeiten- nicht gerecht wurden. In 2005 machte man mir eine monatelange Arbeit, für die ich teilweise Tag und Nacht gearbeitet hatte, einmal sogar 7 Tage und Nächte in einem Stück, regelrecht kaputt.

Jetzt geschah etwas, was ich nie für möglich gehalten hätte, ich brach psychisch total ein. Sie hatten mich geschafft.

Kurz gesagt, ich fing an mehr und mehr zu saufen, ich konnte nachts nicht mehr schlafen und wurde fast verrückt. Im August oder September 2005 war es, da war ich so weit, dass ich zuhause vor meiner Dienstwaffe saß und Schluss machen wollte. All die vielen Jahre, die vielen tage- und nächtelangen Arbeiten und die vielen Erfolge im Dienst sollten nichts mehr zählen? Das Privatleben misslang auch immer mehr.
Der Gedanke an meine Familie brachte mich zum Glück von dem Vorhaben ab.

Das Martyrium ging aber weiter und ab ca. Oktober 2005 wurde ich fast verrückt. Es gab keine Nacht, in der ich nicht um 1.11, 2.22, 3.33 und 4.44 zum Wecker schaute. Ich tauschte die Wecker aus, es blieb so. Um schlafen zu können, trank ich noch mehr. Alkohol macht ja müde, dachte ich.
Im November ließ ich mich krankschreiben.
Es war wohl im Dezember 2005, da setze mich ein Vorgesetzter unter der Androhung der Frühpensionierung so unter Druck, dass ich im Januar 2006 wieder zum Dienst erschien.
Zuvor waren Telefonate gelaufen, in denen mir mein Dezernatsleiter mitgeteilt hatte, man habe über mich abgestimmt und nur zwei aus der Mannschaft hätten sich der Stimme enthalten, zwei wären nach wie vor bereit mit mir zusammen zu arbeiten und alle anderen hätten eine weitere Zusammenarbeit mit mir abgelehnt. Mein Dezernatsleiter hatte auch nicht mehr lange bis zur Pensionierung und er sagte mir noch, der jetzige Stellvertreter und schon feststehende Nachfolger, hätte klar geäußert, unter seiner Leitung müsste ich das Dezernat verlassen, in dem ich seit Oktober 1983 arbeitete und das ich quasi mit aufgebaut hatte. Ich hatte daraufhin mit meinem Chef vereinbart, ich würde nur noch kleine Einzelaufträge bearbeiten, um für mich alleine arbeiten zu können (normal war bei uns fast alles Teamarbeit).
Im Januar 2006 zurück gekommen, musste ich erst mal beim größeren Chef vorreiten. Ich wurde ziemlich nieder gemacht, von Mobbing, Hilfe in meiner Situation und dergleichen, fiel kein Wort. Mir wurden wiederum meine Kranktage vorgehalten, mit der Androhung, zum Polizeiarzt geschickt zu werden, wenn ich nicht funktioniere.

Was jetzt kam, war ein Jahr der Demütigungen. Ich wurde von fast allen total ausgegrenzt. Wenn ich an einem Zimmer vorbei kam oder es gar betrat, verstummten die Gespräche. Wenn irgendetwas an lag, ich wurde nicht informiert, nicht mal über dienstliche Angelegenheiten. Informationen über im Dezernat laufende Fälle wurden vor mir, man kann schon sagen, gezielt geheim gehalten.

Ich soff weiter.

Am 13. Juli 2006 ging ich zu meiner Hauärztin. Sie meinte, ich solle einen stationären Entzug machen. Ich? Nie! Denen die Genugtuung geben, mich geschafft zu haben, nie! Lange Rede kurzer Sinn, ich schaffte den Entzug mit Hilfe meiner Ärztin auch ambulant, also zuhause.

Als ich nach drei oder vier Wochen wieder clean in den Dienst kam, versuchte ich alles, um einen Neustart zu schaffen. Man ließ mir keine Chance. Gespräche über eine mögliche Umbesetzung mit einem hohen Vorgesetzten, dem ich damals absolut vertraute und die ich gesucht hatte, verliefen negativ. Mich wolle man nirgends haben, meinte er damals sinngemäß.

Im Januar 2007 gab ich auf. Ich ging selbst zum Polizeiarzt und ließ mich langfristig krankschreiben, eventuell auch mit dem Ziel der Frühpension. Das wollte ich mir aber noch offen halten.

Es folgte eine psychiatrische Untersuchung die nur besagte, ich würde vorgeben, gemobbt worden zu sein und dass ichFührungsaufgaben war nehmen solle, aber unter Beobachtung.

Leider holte mich der Alkohol von früher zu Pfingsten 2007 indirekt in Form einer Bauchspeicheldrüsenentzündung wieder ein. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten, September/Oktober 2007 mit fast tödlichem Ausgang, folgte im Dezember 2007 eine Operation, u. a. die Entfernung des Pankreaskopfes.

In der Phase und danach suchte ich im Internet nach Unterstützung, insbesondere polizeispezifischer. Ich traute keinem der offiziellen Polizeiangebote mehr, nachdem was mir widerfahren war. Da es die nicht gab, gründete ich im August 2008 eine eigene Selbsthilfegruppe – Mobbing bei der Polizei.

Abschließend kann ich nur resümieren, Maßnahmen wie Wiedereingliederungsangebote, Umsetzung an einen anderen Arbeitsplatz oder dergleichen, wie z. B. im § 84 SGB IX gefordert, gab es für mich nicht. Unterstützung durch Gewerkschaft oder Personalrat war gleich Null. Hilfsangebote der Polizei waren unglaubwürdig oder noch viel wichtiger, man ist auch an einem Punkt angelangt, an dem man eh niemandem mehr glauben will und/oder kann.

Meine Erfahrung nach nun 2 Jahren Selbsthilfegruppe ist, man muss Geduld haben und ständig zuhören und dazu lernen. Daraus habe ich folgende Ratschläge für Mobbingopfer zusammen gestellt:

  • Wenn ihr das Gefühl habt gemobbt zu werden (Leymann-Fragekatalog aus dem Internet), schreibt euch minutiös alles auf, was euch passiert ist. Macht Gesprächsnotizen mit Ort, Datum, Uhrzeit und vor allem, führt die Leute mit auf, die Begebenheiten mit bekommen haben. Nehmt zu Gesprächen mit Vorgesetzten und/oder Mobbern möglichst unabhängige Zeugen mit und macht wieder eure Gesprächsnotizen. Das kann später vor Gericht über Sieg oder Niederlage entscheiden.
  • Es gibt natürlich auch funktionierende Betriebe und Dienststellen. Versucht es also zuerst bei Vorgesetzten, höheren Vorgesetzten, Betriebs- oder Personalräten, Verwaltungs- oder Personalchefs, euer Problem anzusprechen. Schön, wenn euch hier geholfen wird. Lasst euch aber nie einreden, wenn ihr meint gemobbt zu werden, ihr wärt selber schuld an eurer Situation!!! Schuldig sind immer die Mobber oder Bosser!!!
  • Geht parallel dazu sofort zu einem Hausarzt, der auch etwas Ahnung von Mobbing und seinen gesundheitlichen Folgen hat.
  • Lasst euch zu einem Psychotherapeuten überweisen und sucht euch einen, mit dem ihr auch klar kommt. Die „Chemie“ muss stimmen! Habt aber wieder viel Geduld, Therapeuten sind sehr ausgelastet und es kann Monate dauern, bis eine/einer Zeit für euch hat. Deshalb auch der Rat, sucht rechtzeitig nach fachspezifischer Hilfe. Wenn das Kind schon im Brunnen liegt und ihr dann noch Wochen oder Monate lang auf Hilfe warten müsst, können die Folgen nur noch schwerwiegender werden.
  • Sucht euch so schnell wie möglich Kontakt zu Gleichgesinnten, am besten über eine Selbsthilfegruppe. Hier bekommt ihr oft auch Tipps, bei örtlich begrenzten Gruppen auch Unterstützung bei der Suche nach Fachleuten.
    Für mich waren die Kontakte, die ich durch meine Selbsthilfegruppe zu anderen Mobbingopfern bekam, das wohl hilfreichste Instrument von allen. Ich lernte viel dazu, wurde psychisch wieder stabiler und konnte gleichzeitig einigen anderen Mobbingopfern helfen.
  • Wenn ihr stabil genug seid, sucht euch einen Rechtsbeistand, der auch Ahnung von eurer speziellen Situation hat und geht rechtlich gegen eure Peiniger vor. Das ist nicht nur für euch wichtig, es ist für alle wichtig. Je mehr „Mobbingklagen“ Erfolg haben, umso größer ist die Abschreckung für Mobber unbehelligt weiter zu machen/sich das nächste Opfer zu suchen. Außerdem würden nur so auch die „großen Bosse“ etwas aufmerksamer, gegen Mobber und Bosser in ihrer jeweiligen Firma oder Dienststelle vor zu gehen / ja vorgehen zu müssen.

An die Politik habe ich persönlich folgende Forderung, um Mobbingopfern besser helfen zu können:

Natürlich wäre es am besten, man hätte einen eigenen Paragrafen im Strafgesetzbuch, der Mobbinghandlungen sanktioniert.
Mobbinghandlungen enthalten aber heute schon regelmäßig Verletzungen von Straftatbeständen wie Körperverletzung, üble Nachrede, Beleidigung, falsche Verdächtigung, Beleidigung sexuell und dergleichen. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um sogenannte „Antragsdelikte“. Wird nicht innerhalb von 3 Monaten Strafantrag gestellt, kann die Straftat nicht mehr verfolgt werden. Selbst wenn die Strafanträge fristgerecht gestellt werden/würden, werden viele Staatsanwälte die Klagen auf den Privatklageweg verweisen.

Da Mobbingverläufe meist über Monate oder Jahre andauern und das Opfer oft erst nach längerer Krankheit überhaupt in der Lage ist Anzeige zu erstatten, ist diese kurze Strafantragsfrist in der Regel bereits abgelaufen.
Wenn dieses „Strafantragsrecht“ einen Absatz bekäme, der Antragsdelikte bei vorliegendem Mobbingverdacht zu „Offizialdelikten“ machte, würde die Verjährungsfrist gelten und die betrüge hier 3 Jahre.
So könnten Mobber endlich strafrechtlich sanktioniert werden und das hätte auch außerordentlich positive Auswirkungen auf Zivilklagen (Schadensersatz und Schmerzensgeld), die heute immer noch zu häufig „den Bach runter gehen“.

Bei uns bei der Polizei kommt aber noch ein ganz spezielles Problem hinzu. Wer würde dann die Strafverfolgung bei uns übernehmen. Wer würde dann gegen Vorgesetzte vorgehen, auch dienstrechtlich, die man ja meist kennt, mit denen man oft zusammen studiert hat etc.

Hier fordere ich die Einsetzung eines "Polizeibeauftragten", ähnlich dem "Wehrbeauftragten" bei der Bundeswehr, der völlig unabhängig von Polizeiführung und Politik mit Ermittlungsbefugnissen ausgestattet werden muss. Er muss außerdem das Recht haben Dienstrechtsverfahren einzuleiten und Strafanzeigen für die Geschädigten auf den Weg zu bringen. Eine Art absolut unabhängiger "Sonderermittler" also, in Sachen Straftaten von Polizisten gegen Polizisten!

Strafverschärfungen sind oft keine Abschreckung für Straftäter. Mobber sind aber arbeitende Menschen, die „normalen“ Kollegen und Nachbarn. Hier könnte „Abschreckung durch Strafe“ durchaus Erfolg haben, ganz nebenbei dafür zu sorgen, dass es zukünftig viel weniger durch Mobbing psychisch kranke Menschen gibt und dadurch so manches Loch in den Kassen der Krankenversicherer maßgeblich verkleinern.
Ist nicht zufällig z. Zt. mal wieder ein Hauptthema der Gesundheitspolitik, wie man Kosten einsparen könnte? Hier könnte man Milliarden jährlich sparen, ohne dass wir direkt zur Kasse gebeten werden müssen!
Jürgen Lanuschny

10.02.2010

Hallo Kolleginnen und Kollegen,
in den letzten 17 Monaten wurde die Homepage weit über 100.000 Mal angeklickt. Ich bin echt überrascht. Wenn sich aber noch ein paar mehr als bisher und vor allem im Forum melden würden, wären wir auch nicht sauer (hoffentlich aber nicht gleich 100.000 Betroffene auf einmal, wir haben kein Büro mit Angestellten).

Den Kolleginnen und Kollegen, die sich schon auf meiner direkten E Mail-Adresse gemeldet haben, danke ich ausdrücklich. Ich hoffe, ich bzw. wir habe/haben euch wenigstens ein bisschen weiter helfen können. Wie ich euch aber schon geschrieben bzw. gesagt habe, das Forum bringt nur etwas, wenn ihr eure Beiträge -nicht in allen Einzelheiten, aber für alle verständlich- anonym einstellen würdet. Nur so haben alle etwas davon und finden vielleicht auch den Mut, sich wenigstens anonym zu offenbaren. Der Sinn der Seite ist doch, Betroffene sollen sich finden und sich so gegenseitig in ihrer prekären Situation unterstützen, unter die Arme greifen und helfen.

Liebe Grüße an die bekannten und vielen unbekannten dieser Seite, Jürgen Lanuschny

22.11.2009

Hallo Leute, ich glaube, ich werde jetzt wieder voll einsteigen. Einige von euch wissen, dass ich gesundheitliche Probleme hatte. Ich bin aber wieder auf dem besten Weg ganz fit zu werden. Ich glaube, ich werde das was mich persönlich betrifft, im Forum einstellen. Ich weiß nicht, ob die News auch gelesen werden. Für mich wäre es einfacher, hier Freitexte zu veröffentlichen. Bitte teilt mir per Mail mit, ob ihr sie überhaupt lest oder ich alles im Forum einstellen soll?

28.10.2009

Hallo Leute, ich habe zwischenzeitlich meinen Prozess vor dem VG Karlsruhe „verloren“. Über das spezifische Thema, um das es dabei ging, kann ich hier nichts Näheres schreiben.
Sehr befremdend fand ich eine Äußerung der Richterin. Sinngemäß meinte sie, wenn denn doch mein Dienstherr den Sachverhalt so schildere, dann müsse er doch wohl auch stimmen!?!?!
Sie schien sich nicht zu fragen, warum ich denn überhaupt gegen diese Darstellung geklagt hatte!?!?!?!
Von mir benannte Zeugen wurden vom Gericht auch nicht vernommen.
Auch der Umstand, dass von meinem Dienstherrn eine Vernehmung und die Darstellung des Sachverhalts eines neutralen Kriminalhauptkommissars die meine Darstellung der Situation bestätigte, dem Gericht „unterschlagen worden war“, schien nicht zu interessieren. Ich muss hinzufügen, diese Vernehmung fand mein Rechtsanwalt nur mit viel Glück unter einem ganz anderen Aktenzeichen bei der StA Karlsruhe nach der Verhandlung und sie wurde von uns erst nachgereicht.

Egal, die Berufung beim VGH BW in Mannheim, auch mit diesen neuen Erkenntnissen, wurde von dort ebenfalls abgeschmettert. Wir hätten u. a. angeblich einen falschen Antrag gestellt!

Eine weitere Klage unsererseits nach einer Schadensersatzforderung verwies bereits das VG Karlsruhe auf den Weg der Zivilklage.
Mit dem eingangs erwähnten verlorenen Prozess hätte diese kaum Aussicht auf Erfolg gehabt, weshalb sie von uns nicht mehr eingereicht wurde. Außerdem schien bereits klar zu sein, dass die Versicherung der Gewerkschaft weitere Prozesskosten wegen mangelnder Aussichten auf Erfolg nicht mehr gezahlt hätte.

Somit habe ich die Sache abgeschrieben. Verloren und damit „fettisch“!

Es haben sich in den letzten Monaten immer wieder Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet bei mir direkt gemeldet. Einige schienen zu glauben, ich könne ihnen Ratschläge geben oder hätte gar ein Patentrezept, wie man Mobber klein bekommt. Im Forum selbst hatten sich die meisten jedoch nicht äußern wollen.
Das ist auch für mich, ja selbst ein „loser“, frustrierend. Ich wollte euch über dieses Forum nach Möglichkeit auch in eurer eigenen Region zusammen bringen, denn nur gemeinsam hat man gegen dieses System Chancen.

Dass mir das nach über einem Jahr kaum gelungen war, ließ in mir den Entschluss reifen, schalte die Seite ab!!!!!!!!!!!!!

Gerade in letzter Zeit haben sich aber wieder Leute gemeldet, die jetzt sogar eine Art Initiative entwickeln und die mich dazu brachten, die Seite weiter im Netz zu lassen.

Um was es dabei geht und wo diese Initiative stattfindet, könnt ihr auf der Seite www.dirklauer.de selbst nachlesen.

Dirk, was Du da machst, ist sau mutig und ich wünsche Dir und Deinen „Leidensgenossinnen und –genossen“ alles Glück, das ihr dazu braucht und gute Anwälte.

Ich werde meine Seite, wie schon gesagt, offen halten und will versuchen, weitere Kollegen zusammen zu bringen, die sich dann vielleicht in ähnlichem Stil wie Dirk und seine Leute gegenseitig unterstützen können.

Da ich seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme habe, werde ich mich etwas zurückziehen müssen, werde mich aber immer wieder mal melden, bis mit mir wieder alles ok wird.

Liebe Grüße, Jürgen