Ich heiße Jürgen Lanuschny und bin 1951 in Glückstadt an der Elbe geboren.
Zuerst lernte ich einen "anständigen Beruf", ich bin Maschinenschlosser. Nach wenigen Monaten als Facharbeiter bekam ich dann die Zusage, in den Polizeidienst bei der Bereitschaftspolizei in Bruchsal/BW einzutreten.
Von 1973 bis 1976 war ich Schutzmann in Rastatt und hatte zum Glück gute "Bärenführer", die mir beibrachten, mit den Menschen, Bürgern wie Bösewichten, umzugehen. Das ist heute bei der Polizei leider nicht mehr die Regel.
1976 wechselte ich zum Polizeirevier Karlsruhe Oststadt und 1977 zum Personen- und Objektschutz. Dort durfte ich zuletzt u. a. den JM des Landes Baden Württemberg begleiten.
1978 wurde ich zur Kriminalpolizei übernommen und nach meiner Ausbildung und einigen Jahren Fahndung kam ich zum 01.10.1983 zum Einbruchsdezernat.
Dort beschloss ich meine Laufbahn mit meiner frühzeitigen Pension zum 01.11.2007.
Ich möchte hier natürlich auch einiges über die Dinge schreiben, die mich psychisch sehr belastet hatten, nämlich das mir zugefügte
Mobbing bei der Polizei.
Obwohl ich glaube, dass ich nicht der schlechteste Ermittler war, musste ich mir in den letzten Jahren gute Beurteilungen und fast jede Beförderung über Interventionen oder mit Hilfe von Rechtsanwälten erkämpfen.
Ich war nie gerade kleinlaut und tat meine Meinung -manchmal wohl auch zu offen- auch Vorgesetzten gegenüber kund.
Die Anfeindungen durch eben diese Vorgesetzten, so glaubte ich immer, hätte ich schon im Griff. Dann kamen aber die eigenen Kollegen mit ins Spiel, aber auf der Seite der Chefs. Jetzt passierte etwas, was ich nie für möglich gehalten hätte, ich machte schlapp und wurde psychisch sehr krank.
Die direkten Folgen waren übermäßiger Alkoholkonsum, schlaflose Nächte über Wochen und Monate, unregelmäßiges Essen und natürlich meine psychischen Probleme allgemein.
Am 13.07.2006 zog ich dann die Reißleine. Mit Hilfe meiner Hausärztinnen hörte ich auf zu trinken.
Ein Neuanfang in meiner Dienststelle, den ich eigentlich vor hatte, wurde mir dann aber leider gründlich „vermobbt“.
Im Januar 2007 hielt ich es nicht mehr aus. Ich war nicht mehr weit weg davon, wieder anzufangen zu saufen. So ging ich zum Polizeiarzt, der mich auf unbestimmte Zeit krankschrieb; meine vorzeitige Pensionierung wurde eingeleitet.
Die wohl direkten Folgen des Alkoholmissbrauchs und damit die indirekten Folgen des Mobbing waren dann mehrere Krankenhausaufenthalte in 2007 wegen chronischer Pankreatitis. Im September 2007 gaben mir die Ärzte sogar nur noch Stunden bzw. Minuten.
Außer dass mir im Oktober 2007 noch im Krankenhaus meine Pensionsurkunde überreicht wurde, kamen keine Verantwortlichen, um sich nach meinem Gesundheitszustand zu erkundigen.
Im Dezember 2007 folgte dann eine schwere Bauchspeicheldrüsen- und Darm-OP und auch sonst wurde noch einiges aus meinem Bauch entfernt.
Bis August 2010 litt ich dann vermehrt an den Folgen der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung, die mir wahrscheinlich wohl der Alkohol eingebracht hatte, durch etliche fiebrige und sehr schmerzhafte Entzündungsschübe.
Das hatte natürlich weitere Krankenhausaufenthalte zur Folge.
Im November 2010 kam ich zwei Mal ins Krankenhaus, weil ich große Mengen Blut (1 bis 2 Liter) erbrach. Die Ursache blieb jedoch rätselhaft bis zum 07. Dezember 2010. Erneut mir Musik in Krankenhaus, konnten mich die Ärzte in einer Not-OP gerade noch retten.
Gute und hilfsbereite Menschen in einer sechswöchigen AHB brachten mich dann wieder auf die Beine und heute bin ich wieder „normal fit“ (im Vergleich zu den letzten Jahren), würde ich mal sagen.
Da mir bei der Not-OP die Architektur meines Abdomen noch mehr vereinfacht wurde (es kam noch mehr raus als schon 2007) habe ich heute mit anderen Folgen so meine „Problemchen“, die mir wohl auch immer „treu“ bleiben werden.
Egal, ich habe es überstanden und bin wieder soweit fit.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, auch an alle Mobbingopfer gerichtet, ich schildere das hier nicht so ausführlich, weil ich Mitleid erhaschen möchte. Ich kann heute ganz gut damit umgehen, ich habe mich in mein Schicksal gefügt und kämpfe dafür, noch so lange es geht, möglichst lebhaft am Leben teilhaben zu dürfen.
Ich will euch damit „nur“ vor Augen führen, was Mobbing bei einem Menschen anrichten kann,
Ø der es zu spät bemerkt, dass er gemobbt wird,
Ø der sich zu spät bei der Bewältigung dieser Probleme helfen lässt,
Ø und der dadurch zu spät auch gegen die Ursache seiner Probleme ankämpft, nämlich gegen das Gemobbt werden und somit gegen die Mobber.
Einzelheiten zu meiner Mobbingvita könnt ihr auf der Seite Info´s und Artikel lesen.
Ich wollte euch hier nur mal verdeutlichen, welche psychischen (die habt ihr vermutlich sowieso schon, wenn ihr diese Seiten lest) Probleme man bekommen kann und vor allem, welche physischen Folgen das für euch nach sich ziehen kann!
Mobbern, die diese Seite lesen, will damit zeigen, welch schwerste körperliche Schäden ihr an Menschen anrichten könnt, wenn ihr sie weiter demütigt und drangsaliert. Denn wer das gelesen hat, kann sich nie wieder rausreden, er habe das ja nie geahnt und gewollt.
Spätestens jetzt seht ihr, was für Folgen ihr mit eurem Tun anrichten könnt!
Euer Jürgen Lanuschny