Mobbing bei der Polizei
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14.01.2012

Ich habe „BB“ schon mal mit „wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren,“ zitiert. Er hat aber noch was schlaues von sich gegeben: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Damit meine ich jedenfalls legalen Widerstand!!!
Im August 2011 habe ich nach der endgültigen Ablehnung eines Straftatbestandes „Mobbing“ durch den Petitionsausschuss des Bundestages ein neues Thema mit Vorschlägen zur Diskussion gestellt. Was könnte man von Seiten der Legislative denn noch tun, um den Opfern endlich wenigstens etwas besser helfen zu können. Über die Reaktion, null Kommentare, war ich doch etwas überrascht oder gar enttäuscht. Sieht sich denn niemand mehr diese Website an?
Eigentlich nicht. Ich komme endlich wieder an meine Besucherstatistiken. Demnach werden monatlich durchschnittlich knapp 12.000 Zugriffe registriert. Seit August 2010 waren es genau 193671. Hochgerechnet sind das seit Einstellung der Website vor knapp 3 ½ Jahren fast ½ Mio. Zugriffe.
Ich kann nicht beurteilen, ob das viel ist. Wenn ich aber mit „Mobbing“, „Selbsthilfegruppe“ und ähnlichen allgemeinen Begriffen rund um das Thema google, findet man diese Website nicht einmal unter den ersten 10 Seiten. Wenn ich aber mit „Mobbing“ und „Polizei“ google, findet man sie an dritter Stelle. Das sagt mir zumindest, dass in knapp 3 ½ Jahren fast ½ Mio. mal unsere Seiten von Leuten aufgerufen wurden, die sich mit Mobbing bei der Polizei beschäftigen bzw. noch eher diejenigen, die in der Polizei gemobbt werden.
Ich glaube, dass das so gesehen doch ziemlich viel und gleichzeitig auch beängstigend ist!

Warum aber haben gerade diese Polizistinnen und Polizisten, die sich doch eigentlich mit Strafverfolgung und auch ihren Vorteilen wie  z. B. Abschreckungseffekt auskennen sollten, dazu keine Meinung?
Dazu habe ich wiederum keine Meinung! Ich kann es nämlich nicht verstehen.

Ok, es hat sich bisher niemand geäußert. Trotzdem habe ich jetzt eine Petition eingereicht. Wenn sie als öffentliche anerkannt werden sollte, und das hoffe ich, bin ich mal auf die Resonanz, insbesondere aus unseren Reihen, gespannt.

Jürgen Lanuschny

29.12.2011

Ich hoffe, ihr habt das Weihnachtsfest alle in Frieden und Harmonie mit euren Lieben, insbesondere aber mit euch selbst, gemeistert. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch in neue Jahr 2012, viel Glück, Gesundheit und all das, was ihr euch selbst wünscht. Vor allem aber die Kraft, die notwendig ist, um eure Probleme zu überwinden und die Ziele zu erreichen, die ihr euch gesteckt habt.

Ich selbst bin wieder soweit hergestellt, um mich auch weiter um unser Thema Mobbing zu kümmern. Das war leider in den letzten Monaten nicht immer so möglich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich vielleicht etwas vernachlässigt gefühlt haben mögen, aber ich hatte sehr viel mit mir und meiner eigenen Gesundheit zu tun.
Ich möchte hier all den Menschen danken, die mir in diesem Jahr dabei so sehr geholfen haben und für mich wünsche ich, dass mein Zustand wenigstens bleibt wie er ist oder sich sogar nach und nach noch weiter bessert. Denn dann kann ich auch versuchen, weiter das Eine oder Andere in Sachen Mobbing zu bewerkstelligen. Ich werde auf jeden Fall weiter dran bleiben und auch, wenn ich bei einigen Kolleginnen und Kollegen als „Nestbeschmutzer“ gelte, versuchen, gegen Mobbing bei der Polizei und somit Mobbing allgemein etwas zu unternehmen.

Nach wie vor sind alle eingeladen, sich an diesem Unterfangen zu beteiligen.
Ich bin aber auch nach wie vor der Meinung, wir können nur etwas erreichen, wenn wir fair und seriös an die Sache heran gehen. Wenn wir Mobber diffamieren und beleidigen, würden wir uns nur auf deren Niveau begeben und von niemandem ernst genommen werden. Ich will auf jeden Fall versuchen, nur legale und rechtsstaatliche Mittel einzusetzen, aber die mit allem Nachdruck.

Und noch einmal, je mehr wir sind und je mehr sich zusammen tun, um so größer werden die Chancen, überhaupt etwas gegen Mobbing und somit auch die „Täter“ zu erreichen.

Jürgen Lanuschny

11.08.2011

Gestern habe ich Vorschläge gemacht, was man, bzw. die Politik, ändern könnte, um Mobbingopfern mittel- und langfristig Hilfe zukommen zu lassen.

Heute habe ich mich an die ursprüngliche Seite "Was ist Mobbing" gewagt. Wie ihr seht, steht dort jetzt, "Wie erkenne ich Mobbing und was kann ich dagegen tun?"
Ich habe versucht euch, mit meinem recht bescheidenen Wissen, Tipps zu geben, wie ihr erkennen könnt, ob ihr gemobbt werdet und was ihr unternehmen könnt, um euch selbst zu helfen und euch helfen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte damit wenigstens einige Fragen beantworten, die mir schon oft gestellt wurden.

Euer Jürgen Lanuschny                 

10.08.2011

Hallo Leute, dann wollen wir mal langsam los legen. Ich habe im Forum ein neues Thema zur Diskussion gestellt.

Was könnte man tun, um Mobbing einzudämmen?
Wir haben jetzt seit August 2008 ca. 400.000 Klicks auf unserer Seite gehabt. Wie man mir versicherte, sei das auch mit Zugriffen gleich zu setzen. So gesehen, war die Resonanz auf die Beiträge bisher, ich will es mal nett ausdrücken, doch etwas mager, oder?
Ich verstehe das nicht! Ihr könnt euch doch anonym äußern, ohne Gefahr zu laufen, dass man euch identifizieren könnte. Die Resonanz zeigt wohl deutlich, wie groß das Interesse an diesem Thema ist, die Bereitschaft etwas dagegen zu unternehmen, scheint aber mehr und mehr zu schwinden.

Ich bin mal gespannt, ob euch das neue Thema mehr anspricht? Ich habe nämlich vor, daraus eine Petition an den Bundestag zu machen. Dazu hoffe ich natürlich nicht nur auf rege Teilnahme an einer Diskussion, zumal diese Petition alle Mobbingopfer betrifft und nicht nur uns bei der Polizei. Ich wünschte mir auch eine Beteiligung an der Petition. Wie das dann praktisch umgesetzt werden könnte, weiß ich ehrlich gesagt auch noch nicht. Dabei könnte mir aber sicherlich die eine oder andere Gruppe helfen. Käme sie von vielen Mobbing- und anderen, ähnlichen Interessensgruppen, die wiederum viele Wähler, sorry, ich meinte Interessierte vertreten, würden unsere Politiker vielleicht etwas hellhöriger werden müssen. Konstruktive Vorschläge für weitere Maßnahmen sind sicherlich auch  sehr hilfreich.

Ich bin mal gespannt, euer Jürgen Lanuschny


PS.: Die Kiste macht Probleme beim Formatieren der Beiträge. Wenn es also etwas eigenartig aussehen mag, gerade auch bei den Absätzen, seht es mir nach. Irgendwann bekomme ich auch das Problem in den Griff.

09.06.2011

Hallo Freunde und Mintstreiter, ich bin jetzt soweit wieder hergestellt, dass ich sagen kann, ich bin so gut wie neu. Ich hatte in den letzten Monaten einiges durch zu machen und aufzuholen. Bis Ende Juli dürfte ich alles erledigt haben, sodass ich mich wieder unserem Thema, dem Mobbing innerhalb der Polizeien des Bundes und der Länder voll widmen kann.

Ich weiß noch nicht, wie es konkret weiter gehen wird, denn viele unserer Freunde melden sich nicht mehr bei mir und einige Mitstreiter haben sich auch zurückgezogen. Ich hoffe, dass das hauptsächlich aus Rücksicht auf meinen Gesundheitszustand zurück zu führen war und nicht, weil sie den Mut restlos verloren haben.
Einige von euch werden in den nächsten Wochen Post von mir bekommen und danach können wir erst entscheiden, wie es weiter gehen wird. Ich werde auf jeden Fall weiter machen, auch als "Einzelkämpfer", wenn es denn sein muss.

Euer Jürgen Lanuschny

12.01.2011

Hallo Leute, ja ich lebe noch. Leider hat der Satz mehr Wahrheitsgehalt, als ihr wissen wollt. Ich war im November/Dezember 2010 sehr krank, mehrfach im Krankenhaus und befinde mich nach einer Notoperation Mitte Dezember 2010 jetzt in einer längeren Anschlussheilbehandlung. Ich bin noch lange nicht der Alte, befinde mich aber auf einem guten Weg. Ich will jetzt wieder voll einsteigen. Ab wann genau hängt jedoch noch davon ab, ob ich im März nochmals operiert werden muss oder nicht.

Die Angelegenheit mit der Fa. Web.de ist seit Oktober 2010 soweit geklärt. Entwarnung ist angesagt. Durch meine Krankheit kann ich es euch jetzt erst mitteilen.

Nachdem die Fa. Web.de nach meiner letzten Anzeige bei der StA Karlsruhe mitgeteilt hatte, sie hätte alle Daten zwischenzeitlich gelöscht, habe ich sie erneut, diesmal wegen Strafvereitelung, angezeigt. Sie habe mit der Löschung der Log Files Beweismittel vernichtet. Als dann ausgerechnet der Pressesprecher der Fa. Web.de als Beschuldigter belehrt wurde, wendete sich das Blatt. Die Daten waren plötzlich wieder vorhanden und wurden der StA Karlsruhe mitgeteilt. Nach Akteneinsicht und Auswertung der Log Files kann ich nun sagen, es war niemand in meinen / unseren Emails.

Warum die Fa. Web.de so ein Theater vollführt hat und wir nun 8 Monate bangen mussten, eine Dienststelle hätte sich bei mir –und somit auch in eure Emails- eingeloggt, ist mir heute noch ein Rätsel. Ich habe weder eine Entschuldigung noch sonst etwas von der Fa. Web.de, heute ja 1 & 1, erhalten.

In jenen Februartagen 2010 wurde der Server der Fa. Web.de auf den von 1 & 1 umgestellt. Das könnte die Ursache der Fehlermeldung, die ich erhielt, gewesen sein.

Da ich schon kritisiert wurde, ich hätte über mich und meine eigene Mobbingvita noch nicht viel preis gegeben, habe ich unter „News“ auf dieser Homepage einen Artikel eingestellt, den ich für die Septemberausgabe der Zeitschrift „Kiss“ geschrieben habe und der dort auch nach zu lesen ist. In diesem Artikel könnt ihr meine „Geschichte“ in Kurzform lesen.

Ich hoffe, nach nunmehr fast 3 Jahren gesundheitlicher Probleme, endlich wieder etwas besser hergestellt zu sein. Sollte sich das so bewahrheiten, werde ich auch noch meinen „Mobbingprozess“ gegen das Land BW durchziehen. Ich werde euch darüber auf dem Laufenden halten, wenn es soweit ist.

Also los, wagen wir alle einen Neuanfang. Findet auch ihr wieder die Kraft und den Mut dafür, die ihr euch schon bei mir gemeldet hattet. Je mehr wir sind, umso größer wird die eh schon geringe Change, auch für die Zukunft und alle Mobbingopfer etwas Positives zu bewirken, -und somit auch für euch-!!!

Euer Jürgen Lanuschny

27.06.2010:

Soll jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht sein?

Ja, wir haben uns verändert!
Das Interesse an der Seite scheint ungebrochen hoch zu sein, die Teilnehmerzahl am Forum hingegen ging gen Null und das Gästebuch strotzt nur so von "Nichteinträgen".
Trotzdem werde ich euch jetzt, wie versprochen, alles preis geben, was seit Mitte Februar so geschehen ist. Ich bin nämlich vorläufig am Ende eben dieser Fahnenstange angelangt. Die GenStA Karlsruhe hat meinen Einspruch gegen die Einstellung des Verfahrens durch die StA Karlsruhe gegen Unbekannt und die Fa. Web.de GmbH als unzulässig abgelehnt. Es wäre nur noch eine Beschwerde beim OLG möglich, die aber Geld kostet, das ich nicht habe. Ich könnte noch zivilrechtlich über meinen Rechtsschutz gegen die Fa. Web.de vorgehen. Auf eine Anfrage bei einem Rechtsanwalt bezüglich dieser Möglichkeit, erhielt ich folgende Antwort:

„Sehr geehrter Herr Lanuschny,
in vorstehender Angelegenheit haben wir Ihre elektronische Nachricht vom 17. Juni 2010 erhalten.
Die von Ihnen übersandten Unterlagen haben wir durchgesehen.
Nach Durchsicht der Unterlagen gehen wir davon aus, dass für eine erfolgreiche Vertretung Ihrer Interessen ein geeigneterer Kollege ausgewählt werden sollte.
Hierbei sollte es sich um einen ausgewiesenen Fachanwalt für Strafrecht handeln, da die von Ihnen geltend gemachten erheblichen Strafrechtlichen Verletzungen des Datenschutzes diesen Bereich betreffen.
Als solcher käme z. B. Herr Rechtsanwalt ---------- in Betracht.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolf v. der Wense
Rechtsanwalt“

Ist es bei uns in Deutschland ein Kampf gegen Windmühlen, wenn ein „kleiner Mann“ ohne die nötigen finanziellen Möglichkeiten versucht zu klären, ob ihm etwas unrechtmäßiges geschehen ist und wenn es so gewesen sein sollte, dass dieses Unrecht dann auch verfolgt würde?
Ja Freunde, das klingt alles sehr nach Resignation pur! Aber ihr täuscht euch! Immer wenn etwas/jemand versucht mich in die Aussichtslosigkeit zu treiben, werde ich hell wach. Verzwickte Situationen hatte ich schon als aktiver Schutzmann sehr häufig und ich habe sie immer angenommen. Egal was Kolleginnen oder Kollegen sagten, es gibt kein Ende der Fahnenstange oder anders ausgedrückt, meine halben Gläser Wasser waren immer halb voll und nie halb leer und sie werden immer halb voll bleiben, how!!! Für mich gibt es deshalb nur eine Alternative:
Und jetzt erst recht!!!!!
Schade ist nur, dass ich das offensichtlich ganz alleine durchstehen muss. Die, die es eigentlich fast noch mehr betreffen müsste als mich selbst, bleiben in ihrer Versenkung, verharren weiter in Angst und Schrecken und lassen das ganze Martyrium des Mobbings und die Folgen daraus immer weiter über sich ergehen.
Ich werde den bisherigen Schriftverkehr mit der Fa. Web.de GmbH und den Staatsanwaltschaften in Karlsruhe als PDF-Dateien anhängen. Wer will, kann es hier lesen. Ich hatte mal ein „gesundes Rechtsempfinden“ und will es auch nicht gänzlich verlieren. Vielleicht ist die Eine oder der Andere unter euch, bei denen dieses Gefühl beim Lesen des Schriftverkehrs wieder wachgerüttelt wird.
Wenn nicht, kann ich nur noch mal Rechtsanwalt Hartherz zitieren: „Ihr seid an eurer Situation selber schuld.“
Also, lasst euch weiter rumschubsen. Ich gebe garantiert noch nicht auf!!!
Jürgen Lanuschny


05.04.2010:

Hallo an alle Freunde und Teilnehmer unseres Forums.

Ja, wir verändern uns! Leider aber in eine Richtung, die ich Anfang Februar 2010 noch nicht voraus ahnen konnte. Bis Ende Februar erhärtete sich der Verdacht, dass jemand unbekanntes in mein email-Konto bei der Fa. web.de eingebrochen ist. Wenn das der Fall war, hatte er natürlich auch Zugriff auf eure Mails.

Der darauf folgende email-Verkehr mit der Fa. web.de ist zu langatmig, um ihn hier wiedergeben zu können. Die letztendliche Antwort der „Rechtabteilung“ der Fa. auf meine wiederholte Bitte, mir die relevanten Log Files zukommen zu lassen, um vor einer Anzeige bei der StA selbst prüfen zu können, also erst ganz sicher sein zu können, ob tatsächlich ein illegaler Zugriff auf meine und somit auch eure Mails, stattgefunden hat, wurde wie folgt beantwortet:

"Grundsätzlich hat jedermann nach § 34 BDSG ein Anspruch auf Auskunft über sämtliche zu seiner Person gespeicherten Daten [...]. Im vorliegenden Fall ist es jedoch so, dass der Kunde uns einen Accountmißbrauch schildert, so dass davon auszugehen ist, dass Daten Dritter in der Logfileauswertung enthalten sind. Diese dürfen eben nicht an den Kunden beauskunftet werden, da wir dann sowohl datenschutzrechtliche Vorschriften als auch das Telekommunikationsgeheimnis verletzen würden."

Das heißt also, man darf mir „meine“ Log Files nicht geben, weil sie Ereignisprotokolldateien  Dritter enthalten könnten, auch wenn diese Dritten sich illegal Zugriff auf „mein“ Email-Konto verschafft haben! Zu einer Prüfung, ob sich überhaupt „fremde“ Log Files darunter befinden, denn in der besagten Zeit hatte ich mich ausschließlich von einem Computer eingeloggt, war die Fa. web.de nicht in der Lage oder bereit.

Am 27.03.2010 wollten wir uns, wie die meisten von euch wissen, in Frankfurt treffen. Leider war die Resonanz, offensichtlich auch aufgrund der zuvor geschilderten Umstände, gleich null, so dass wir es absagen mussten.

Kurz vor dem Treffen telefonierte ich mit Herrn RA Hartherz aus Hammersbach. Wir hofften, dass er an dem Treffen teilnehmen könne, was er leider absagen musste. Herr Hartherz ist der Bruder eines unserer Kollegen aus Frankfurt, die sich suizidiert hatten.
Ich habe mir von Herr Hartherz einiges anhören müssen, was mich mehr als nachdenklich gemacht hat. Wir sind im Prinzip wirklich selber schuld an unserer Situation. Unser „gesundes Rechtsempfinden“, das wir uns über die Jahre angeeignet haben und die Abhängigkeit von der Hierarchie (unser vorauseilender Gehorsam) lassen uns unsere Probleme immer mit der uns zu Eigen gewordenen Fairness angehen.
Wir müssen uns aber auch mal fragen, wer geht fair mit uns um? Warum nehmen wir Rücksicht auf Leute, die auch nur weg sehen, obwohl sie aus ihrem Strafverfolgungszwang heraus eigentlich verpflichtet wären, uns gegen Straftäter, nämlich das sind unsere Mobber, zu helfen. Ich habe im Forum mal beschrieben, wie sehr es mich getroffen hatte, als ein ehemals lieber Kollege mich „Nestbeschmutzer“ nannte. Wer von uns ist eigentlich tatsächlich der „Nestbeschmutzer“?
Die (so genannten) „Kolleginnen und Kollegen“ die uns mobben, die uns psychisch und letztendlich physisch krank machen, sind Straftäter. Die, die tatenlos zusehen, sind die eigentlichen „Nestbeschmutzer“!

Wir Opfer sind nicht die Schutzleute die Recht und Gesetz zu achten haben, wir sind Geschädigte.

Also, warum gehen wir fair mit Menschen um, die unsere Grundrechte verletzen, die uns krank machen und die nichts anderes als Straftaten gegen uns begehen.
Klar, wir alle haben Existenzängste, viele von uns sind psychisch krank und haben nicht mehr die Kraft, sich gegen den uns dermaßen unfair behandelnden Apparat Polizei zu wehren. Gerade darauf setzten doch unsere Mobber, Bosser und deren Vorgesetzte. Sie machen uns systematisch noch kranker, je mehr wir uns einzeln wehren. Der Einzelne hat eben ganz einfach gegen dieses System keine Chance.

Warum haben wir, zumindest die Lebzeitbeamten, eigentlich Existenzängste? So sicher wie wir in diesem Beamtenstaat leben, lebt kein anderer Gemobbter!
Warum lassen wir uns so krank machen, dass sich letztendlich die eine Kollegin/der andere Kollege sogar erschießt, um dem Schmerz endlich entgehen zu können?

Weil jeder für sich alleine gegen ein System kämpft, wenn sie/er überhaupt den Mut dazu aufbringt.
Wer sind wir eigentlich? Wir legen uns täglich mit Schwerstkriminellen an, wir gehen zu Hausstreitigkeiten und riskieren dabei, uns Verletzungen oder Schlimmes ein zu handeln. Wir prügeln uns mit Hooligans rum und und und!!!! Wir riskieren für unseren Rechtsstaat fast täglich den Hals.
Wenn wir aber selbst angegriffen werden, angegriffen von Menschen, denen wir eigentlich vertrauen können sollten, die uns gegenüber sogar eine gesetzlich vorgeschriebene Fürsorgepflicht haben, benehmen wir uns wie das Kaninchen vor der Schlange. Wir halten still und leiden!!!!

Wenn wir nicht den Mut finden ALLE aufzustehen, nicht den Mut finden UNS zu einer Macht zusammen zu schließen, die sich mit Hilfe von Therapeuten, Rechtsanwälten und der Presse im Hintergrund zur Wehr setzt, werden wir nichts ändern und weiter Opfer bleiben. Dann hat Rechtsanwalt Hartherz aber auch recht, wir sind selber schuld an unserer Situation.
Einzelaktionen von Kolleginnen und Kollegen werden zwar von der Presse gerne mal angenommen, ist der Artikel aber mal erschienen, der eine oder andere Nachrichtenbeitrag mal ausgestrahlt, ist es auch wieder gut. Niemand redet mehr davon und unsere Mobber können sich drauf verlassen, dass sie den „Sturm im Wasserglas“ nur aussitzen brauchen und dann herrscht wieder Ruhe. Weiter geht’s mit dem Alltagsstress, Mobbing und Seilschaften pflegen.

Was wir brauchen ist eine Öffentlichkeit wie beispielsweise bei dem sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Werden wir nicht missbraucht? Werden nicht auch täglich Kolleginnen von uns durch oft Vorgesetzte sexuell belästigt? Werden wir nicht auch psychisch schwer krank gemacht? Verletzen unsere Mobber nicht genau so Strafgesetze wie die Pfarrer und Lehrer dieser bedauernswerten Schülerinnen und Schüler?

Um diese Öffentlichkeit zu erreichen, müssen wir uns aber zusammen schließen.
Eine Redakteurin des "Stern", die sich bereit erklärt hat unsere Selbsthilfegruppe eine Zeit lang zu begleiten, hat mir folgendes gesagt:
"Sie müssen das aber auch verstehen, dass ich Ihnen nichts versprechen kann. Es hängt letztendlich von meinen Chefs ab, was aus der Geschichte wird. Es müssten bundesweit schon etliche Mobbingopfer zusammen kommen, die bei der Aktion mit machen (offen oder auch anonym). Wichtig wären auch Angehörige von Suizidopfern, das wären „Aufhänger“."

Ist das nicht traurig, dass wir unsere toten Mobbingopfer missbrauchen müssen, um in der Öffentlichkeit Gehör zu finden? Gehör dafür zu finden, dass Polizeibeamte an ihren eigenen Kolleginnen und Kollegen ungestraft Straftaten begehen dürfen, für die andere Straftäter durch die Ermittlungen dieser Polizistinnen und Polizisten hinter Gitter landen würden? Straftaten, die die Gesellschaft durch Gerichtsverfahren und Krankheitskosten Milliarden jährlich kosten? Von der Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit ganz zu schweigen!

Leider hat die Redakteurin aber recht. Einzelschicksale interessieren niemanden, seien sie auch noch so traurig oder kostspielig für die Gesellschaft.

Wenn aus diesen Einzelschicksalen aber viele Regelbeispiele für einen Polizeiskandal würden, wieder ähnlich der katholischen Kirche, dann wird die Presse wach, dann würden die Bürger wach und dann, aber erst dann, werden auch die Politiker aus ihrem Tiefschlaf geweckt. Dann sind es nämlich keine „Einzelfälle“ mehr.

Ja Leute, ich habe die Nase voll. Ich könnte mich auf mein Altenteil zurück ziehen und den gleichen Weg gehen, wie die meisten von euch. Ich könnte auch sagen, was interessieren mich die Schicksale der anderen Kolleginnen und Kollegen. Ich habe an meinem eigenen genug zu tun.

Glaubt mir, wenn sich an eurer Einstellung nichts ändert, werde ich das auch machen. Warum sollte ich versuchen Menschen zu helfen, die sich gar nicht helfen lassen wollen.

Ja Herr Hartherz, jeder von uns ist selber schuld an seiner Situation. Nicht weil er Mobbingopfer wurde sondern weil er immer noch brav zurücksteckt, fair bleibt und sich nicht mit allen Mitteln zur Wehr setzt. Sie haben recht! Wenn wir nicht anfangen mit den gleichen Mitteln zu kämpfen, mit denen das System Polizei uns ständig nieder macht, haben wir es nicht anders verdient, für alle Zeit Mobbingopfer zu bleiben.

Was interessiert uns, wenn jemand in unseren Emails rumgestöbert hat. Im Gegensatz zu unseren Mobbern haben wir nichts zu verbergen und wie heißt es so schön: „Der Lauscher an der Wand, hört meist seine eig´ne Schand!“

Ich habe letzte Woche eine Strafanzeige an die StA Karlsruhe geschickt. Grund ist der Verdacht von Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen gegen Unbekannt. Ich habe auch die Zufälle aufgeführt, die den Verdacht aufkommen lassen, dass dies durch Angehörige der Polizei geschehen sein kann und sich diese illegale Maßnahme gegen „unsere“ Selbsthilfegruppe richten könnte. Ich habe auch angeregt zu prüfen, inwieweit die Fa. web.de durch Beihilfe oder Unterlassen daran beteiligt sein könnte.

Ich hoffe aber ehrlich gesagt immer noch, dass es sich als Irrtum heraus stellt. Vor allem aber, dass „unser“ Dienstherr nicht zu solchen Mitteln gegriffen hat, um heraus zu bekommen, wie weit wir schon gekommen sind.

Aber egal wie, wir haben zwei Möglichkeiten:

Jeder duckt sich weiter für sich selbst und lebt seine „Existenzängste“ aus. Selbstmitleid tut manchmal ja so richtig gut!?!?!? Jeder lässt sich also weiterhin alleine krank machen und lebt seine Einsamkeit, leider für einige bis hin zum Suizid

oder

wir trotzen unserer Situation GEMEINSAM.
Ich habe zwar nur einen Teil eines Neuanfangs für gemobbte Polizistinnen und Polizisten gemacht, einen Anfang mit dieser Homepage, aber ich habe wenigstens was versucht. Einige haben das gleiche gemacht, sind aber auch nicht weiter gekommen. Einige hatten auch den Mut, neben mir offen zu bekennen, dass sie zu dieser Aktion stehen. Haben andere auch gemacht.
Wenn jeder für sich arbeitet und jeder nur versucht für sich eine Art „Ruhm“ zu erlangen, etwas getan zu haben was aber nichts bringen kann, können wir alle aufhören. Wir, die wir bereit sind etwas zu tun, müssen uns zusammen schließen.

Der Anfang dazu schien schon fast geschafft, bis zu dieser unsäglichen web.de-Affäre, von der wir alle nicht einmal wissen, wie sie ausgehen wird.

Und ihr, die geduckten Opfer? Ich weiß, wenn man mal depressiv ist, ist es nicht leicht aufzustehen. Wenn ihr aber den Mut nicht habt und mein bzw. unsere Angebote, die eins werden sollten, annehmt, wird sich nichts ändern, nie etwas ändern!!!!!

Ich werde jetzt abwarten, was die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zutage bringt. Ich werde euch dann davon verständigen.

Egal was dabei herauskommt, Rechtsanwalt Hartherz hat mich geweckt. Entweder stehen wir ALLE auf und unternehmen was gegen die Täter, die uns schon viel zu lange, immer noch und sicherlich immer weiter Mobben werden, unternehmen GEMEINSAM etwas dagegen, oder ich werde euch für die Zukunft viel Glück in eurer Opferrolle wünschen und mich ausklinken. Ich habe es nämlich hinter mir und könnte auch meinen Ruhestand genießen, ohne mir immer wieder Mobbinggeschichten anzuhören, die mich auch immer wieder an das mir Geschehene erinnern.

Ich muss mich nicht „Nestbeschmutzer“ nennen lassen, oder wie ich letzte Woche erfuhr, dass ein „Kollege“ über mich erzählte, ich würde mir zuhause unter meiner Pergola ja nur die Biere reichschaufeln, mich besaufen und mit meiner Homepage versuchen, mich ungerechtfertigter Weise an meinen Exkollegen zu rächen. Ich glaube, der Kollege hat meine Seite nie richtig gelesen. Ich fand bisher von billiger Rache jedenfalls nichts.

Vor allem aber muss ich nicht versuchen Mobbingopfern zu helfen, Mobbingopfern die sich offensichtlich gar nicht helfen lassen wollen und lieber weiter ihr „Jammerdasein in Ruhe“ leben wollen!!!!!

Ich weiß, das klingt alles ziemlich hart, aber es muss wohl mal so deutlich gesagt werden. Wir können uns nur selbst helfen, wenn wir uns zusammen schließen, offen oder anonymisiert, und so zu einer so großen Gruppe heran wachsen, dass die Presse und dadurch die Öffentlichkeit auf unser Problem aufmerksam werden und dann unsere Politiker und Polizeiführer nicht länger behaupten und sich herausreden können, sich selbst erschossene Kolleginnen und Kollegen hätten ja NUR "private Probleme" gehabt, gemobbte Kolleginnen und Kollegen stellten NUR "Einzelfälle" da, die natürlich (natürlich angeblich) genau geprüft würden.

Wenn wir aber nicht zu dieser „großen Gruppe‘‘ werden, wünsche ich euch allen zukünftig viel Spaß, in eurem weiteren „Duckmäuserleben mit Depressionen und häufig leider auch Alkohol und Medikamenten“!!!

Euer Jürgen Lanuschny

 

 

 

 

1.08.2011

Gestern habe ich Vorschläge gemacht, was man, bzw. die Politik, ändern könnte, um Mobbingopfern mittel- und langfristig Hilfe zukommen zu lassen.

Heute habe ich mich an die ursprüngliche Seite "Was ist Mobbing" gewagt. Wie ihr seht, steht dort jetzt, "Wie erkenne ich Mobbing und was kann ich dagegen tun?"
Ich habe versucht euch, mit meinem recht bescheidenen Wissen, Tipps zu geben, wie ihr erkennen könnt, ob ihr gemobbt werdet und was ihr unternehmen könnt, um euch selbst zu helfen und euch helfen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte damit wenigstens einige Fragen beantworten, die mir schon oft gestellt wurden.